Kompetenz − Zöliakie / Sprue (Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit)

Die Zöliakie-Sprue ist eine chro­ni­sche Er­kran­kung des Dünn­darms, die durch das in Ge­trei­de ent­hal­te­ne Kle­ber­ei­weiss (Glu­ten) aus­ge­löst wird. Es kommt zu ei­ner Un­ver­träg­lich­keit der Dünn­darm­schleim­haut ge­gen Glu­ten. Glu­ten ist ein Be­stand­teil von ver­schie­de­nen Ge­trei­de­ar­ten wie Wei­zen, Rog­gen, Gers­te, Ha­fer, Din­kel, Ka­mut, Grün­kern, Ein­korn und Em­mer. Bei Kin­dern und Er­wach­se­nen mit ent­spre­chen­der Ver­an­la­gung führt die Auf­nah­me von glu­ten­hal­ti­gen Le­bens­mit­teln zu ei­ner Auto­im­mun­reak­tion im Dünn­darm. Es ent­steht eine chro­ni­sche Ent­zün­dung, wel­che die Dünn­darm­zot­ten schä­digt und zer­stört (Zot­ten­atro­phie). Da­durch kommt es zu ei­ner un­zu­rei­chen­den Auf­spal­tung und man­gel­haf­ten Auf­nah­me aus dem be­reits vor­ver­dau­ten Spei­se­brei (Chy­mus) im Dünn­darm (In­tes­ti­num te­nue).

Aufgrund der Verdauungsstö­rung wer­den bei der Zö­lia­kie-Sprue ver­schie­de­ne le­bens­wich­ti­ge Nähr­stof­fe (Vit­ami­ne, Mi­ne­ral­stof­fe, Koh­len­hy­dra­te, Ami­no­säu­ren, Fet­te) nur noch be­dingt oder gar nicht mehr auf­ge­nom­men (Mal­ab­sorp­ti­on).

Typische Symptome sind:

  • Körperliche Ent­wick­lungs­stö­run­gen bei Kin­dern (man­geln­de Grös­sen- und Ge­wichts­zu­nah­me)
  • Ungewollter Ge­wichts­ver­lust bei Er­wach­se­nen
  • Vorgewölbtes Ab­do­men (Bauch)
  • Bauchschmerzen
  • Chronischer Durch­fall (Diarr­hoe)
  • Chronische Ver­stop­fung (Obs­ti­pa­ti­on)
  • Blutarmut (An­ämie)
  • Müdigkeit, Ab­ge­schla­gen­heit
  • Depressive Ver­stim­mun­gen
  • In Extremfäl­len auch ein Ta­baks­beu­tel­ge­säss (Unter­haut­fett­ge­we­be­schwund)
Eine Glutenunverträglich­keit kann in je­dem Le­bens­al­ter auf­tre­ten. Im Säug­lings- und Kin­des­al­ter wird sie Zö­lia­kie, im Er­wach­se­nen­al­ter Sprue ge­nannt. Frau­en sind häu­fi­ger be­trof­fen als Män­ner. Ex­per­ten schät­zen, dass die An­zahl Be­trof­fe­ner mit Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit in Eu­ro­pa zu­neh­men und bis zum En­de des 21. Jahr­hun­derts be­reits 1:65 bis 1:300 be­tra­gen wird.

Die Krankheitsentste­hung (Patho­ge­nese) der Zö­lia­kie-Sprue

Wie bei den meis­ten Auto­immun­krank­hei­ten sind die Ur­sa­chen kom­plex, viel­schich­tig und der­zeit wis­sen­schaft­lich nicht voll­stän­dig ge­klärt. Als ge­si­cher­te Krank­heits­ur­sache gilt auch hier die Ent­glei­sung des Im­mun­sys­tems, wel­che durch Um­welt­fak­to­ren, erb­li­che Kom­po­nen­ten, Stö­run­gen im Stoff­wech­sel, psy­chi­sche Be­las­tun­gen und Mi­kro­ben ent­ste­hen kann. Die Haupt­aus­löser der Zö­lia­kie-Sprue sind vor al­lem Glu­ten und Funk­tions­stö­run­gen der Mito­chon­drien (Mito­chon­dro­pa­thie), wo­durch im Dünn­darm Auto­anti­gene und Ent­zün­dungs­pro­zes­se ent­ste­hen, die zu im­mu­no­lo­gi­schen Fehl­steue­run­gen und zu Auto­immun­reak­tio­nen füh­ren.

Bei der Zöliakie-Sprue rich­tet sich das fehl­ge­steu­er­te Im­mun­sys­tem ge­gen die Dünn­darm­schleim­haut, wo­durch ent­zünd­li­che Auto­immun­pro­zes­se ent­ste­hen, wel­che die Dünn­darm­zot­ten schä­di­gen und zer­stö­ren.

Zöliakie/Sprue Bauchschmerzen
Zölia­kie-Sprue Bauch­schmer­zen
Zöliakie/Sprue Dünndarmzotten
Zölia­kie-Sprue Dünn­darm­zot­ten, rechts
Zöliakie/Sprue Glutenfrei
Zölia­kie-Sprue Glu­ten­un­ver­träg­lich­keit

Meine Behandlung der Zö­lia­kie-Sprue

Aufgrund der Komplexi­tät der Krank­heits­ur­sa­chen und Be­las­tun­gen nim­mt die Thera­pie­dauer eini­ge Wo­chen in An­spruch, wo­bei sich die an­schlies­sen­de Be­hand­lung zur Re­gene­ra­tion in der Re­gel über meh­re­re Mo­nate er­streckt.

Die Vorteile und Ziele mei­ner Be­hand­lung

Für all meine Behand­lun­gen gilt, dass keine syn­the­ti­schen Me­di­ka­men­te ein­ge­setzt wer­den. Jene Prä­pa­rate kön­nen zu Funk­tions­stö­run­gen im Kör­per füh­ren und spä­tere re­zi­dive Er­kran­kun­gen oder Neu­erkran­kun­gen mit sich brin­gen.

Mein Ziel ist es, die krank­heits­aus­lö­sen­den Ur­sa­chen kon­se­quent zu eli­mi­nie­ren so­wie:

  • Die immunologischen Fehl­steue­run­gen zu be­sei­ti­gen und die Wie­der­her­stel­lung des phy­sio­lo­gi­schen Im­mun­sys­tems, da­mit die be­trof­fe­nen kör­per­eige­nen Ge­webe­struk­tu­ren nicht mehr be­kämpft wer­den
  • Die Regeneration der Dünn­darm­schleim­haut und Dünn­darm­zot­ten an­zu­re­gen und zu för­dern
  • Körperschonende und gut ver­träg­li­che Be­hand­lun­gen ohne un­an­ge­nehme Ne­ben­wir­kun­gen durch­zu­füh­ren
Die Erfolge meiner Behandlun­gen sind deut­lich bes­ser, als Sie sich vor­stel­len kön­nen (auch bei Zö­lia­kie-Sprue).

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