Kompetenz − Rheumatoide Arthritis / chro­ni­sche Po­ly­ar­thri­tis (Rheu­ma)

Rheumatoide Arthritis Hand Die rheumatoide Arthritis (oder chro­ni­sche Po­ly­ar­thri­tis) be­zeich­net die ent­zünd­li­che Er­kran­kung, die üb­li­cher­weise mit dem Be­griff Rheu­ma in Ver­bin­dung ge­bracht wird. Die­se Auto­immun­krank­heit ist eine sys­temi­sche Er­kran­kung und be­trifft den ge­sam­ten Be­we­gungs­ap­pa­rat. Das Kenn­zei­chen ist der Be­fall pe­ri­phe­rer Ge­len­ke mit Ge­lenks­de­for­mie­run­gen und Be­we­gungs­ein­schrän­kun­gen, ver­bun­den mit Schmer­zen.

Besonders häufig betrof­fen sind die Ge­len­ke der Hän­de (sie­he Ab­bil­dun­gen), Füsse, El­len­bo­gen, Knie, Sprung­ge­len­ke und Schul­ter. Zu­dem kön­nen die Seh­nen­schei­den und die Schleim­beu­tel in das Krank­heits­ge­sche­hen ein­be­zo­gen sein.

Rheumatoide Arthritis Röntgenbild Die Hauptbeschwerden sind Fie­ber, Schwä­che, chro­ni­sche Mü­dig­keit, Ge­lenk- und Mus­kel­schmer­zen, Mor­gen­stei­fig­keit der be­fal­le­nen Ge­len­ke so­wie de­pres­si­ve Ver­stim­mun­gen. Ty­pi­scher­weise löst sich die Stei­fig­keit mit dem Be­we­gen der be­tei­lig­ten Struk­tu­ren im Ver­lauf der fol­gen­den Stun­den.

Wie nahezu jede Autoimmun­krank­heit ver­läuft auch die rheu­ma­to­ide Ar­thri­tis schub­weise über meh­re­re Jahre. Ein Krank­heits­schub kann von eini­gen Wo­chen bis hin zu eini­gen Mo­na­ten an­dau­ern. Zwi­schen den ein­zel­nen Schü­ben las­sen die Be­schwer­den nach. Im End­sta­dium geht die Krank­heit flies­send in eine Ar­thro­se (Ge­lenk­ver­schleiss) über. Bei etwa 10 Pro­zent der Be­trof­fe­nen re­sul­tiert aus die­ser Er­kran­kung frü­her oder spä­ter eine voll­stän­dige In­va­li­di­tät.

Etwa 1 Prozent der Bevölke­rung sind von die­ser Krank­heit be­trof­fen. Der Al­ters­gip­fel liegt zwi­schen dem 35. und 50. Le­bens­jahr, wo­bei Frau­en 3 - 4 mal an­fäl­li­ger sind als Män­ner. Aber auch bei jün­gere Men­schen kann die­se Krank­heit auf­tre­ten.

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