Kompetenz − Morbus Crohn (MC)

Der Morbus Crohn ist zusam­men mit der Co­li­tis ul­ce­ro­sa die häu­figs­te chro­ni­sche Darm­ent­zün­dung. Der Mor­bus Crohn ist eine Auto­immun­er­kran­kung und kann al­le Ab­schnit­te des Ma­gen-Darm-Trak­tes vom Mund bis zum Af­ter be­fal­len. Am häu­figs­ten sind der letz­te Ab­schnitt des Dünn­darms und der an­gren­zen­de Dick­darm (Blind­darm und auf­stei­gen­der Dick­darm) be­trof­fen. Ty­pisch für die­se Er­kran­kung ist die dis­kon­ti­nu­ier­li­che Ent­zün­dung der Darm­wand, d.h. ge­sun­des Ge­webe wech­selt mit er­krank­ten Be­rei­chen ab.

Häufig sind mehrere Darm­ab­schnit­te gleich­zei­tig be­fal­len. Die Ent­zün­dung reicht durch die Darm­wand hin­durch, so­dass ne­ben den ober­fläch­li­chen Schleim­hautzel­len auch die dar­unter lie­gen­den Schich­ten be­trof­fen sind. Da­durch kön­nen weite Teile der Darms ent­zün­det sein, was zu Ver­wach­sun­gen, Ver­en­gun­gen, Fis­tel­bil­dun­gen (Bil­dung von Ver­bin­dungs­gän­gen zwi­schen Darm und an­de­ren Or­ga­nen) und an­de­ren Kom­pli­ka­tio­nen füh­ren kann.

Die Hauptbeschwerden des Mor­bus Crohn sind chro­ni­sche und krampf­ar­tige Durch­fäl­le, Mü­dig­keit, Bauch­schmer­zen, Übel­keit, Fie­ber, An­ämie (Blut­ar­mut) und Ge­wichts­ver­lust. Am häu­figs­ten be­trof­fen sind junge Er­wach­sene zwi­schen dem 16. und 38. Le­bens­jahr. In ei­nem ge­rin­ge­ren Aus­mass er­kran­ken auch äl­tere Men­schen ab dem 60. Le­bens­jahr. Die Zahl der Er­kran­kun­gen hat in den letz­ten 20 Jah­ren stark zu­ge­nom­men. Je­des Jahr kom­men etwa 80 Neu­er­kran­kun­gen pro 100'000 Pa­ti­en­ten hin­zu.

Morbus Crohn Entzündungsherde im unteren Verdauungstrakt
Morbus Crohn Ent­zün­dungs­herde im un­te­ren Ver­dau­ungs­trakt
Morbus Crohn letzter Dünndarmabschnitt
Morbus Crohn im letz­ten Ab­schnitt des Dünn­darms
Morbus Crohn Darm-Endoskopie
Morbus Crohn Darm-En­do­sko­pie

Die Krankheitsentstehung (Pa­tho­ge­ne­se) des Mor­bus Crohn

Wie bei den meisten Auto­immun­krank­hei­ten sind die Ur­sa­chen kom­plex, viel­schich­tig und der­zeit wis­sen­schaft­lich nicht voll­stän­dig ge­klärt. Als ge­si­cher­te Krank­heits­ur­sa­che gilt auch hier die Ent­glei­sung des Im­mun­sys­tems, wel­che durch Um­welt­fak­to­ren, erb­li­che Kom­po­nen­ten, Stö­run­gen im Stoff­wech­sel, psy­chi­sche Be­las­tun­gen und Mi­kro­ben ent­ste­hen kann. Als Haupt­aus­löser für die Ent­glei­sung des Im­mun­sys­tems gel­ten vor al­lem Funk­tions­stö­run­gen der Mi­to­chon­drien (Mi­to­chon­dro­pa­thie), wo­durch im be­trof­fe­nen Ge­webe Auto­anti­gene und Ent­zün­dungs­pro­zes­se ent­ste­hen, die zu im­mu­no­lo­gi­schen Fehl­steue­run­gen und zu Auto­immun­reak­tio­nen füh­ren.

Beim Morbus Crohn richtet sich das fehl­ge­steu­er­te Im­mun­sys­tem ge­gen die Darm­schleim­haut (Mu­ko­sa), wo­durch ent­zünd­li­che Auto­immun­pro­zes­se und Ge­schwü­re ent­ste­hen, wel­che die Darm­wand bis in tie­fe Schich­ten schä­di­gen und zer­stö­ren.

Meine Behandlung des Mor­bus Crohn

Aufgrund der Komplexi­tät der Krank­heits­ur­sa­chen und Be­las­tun­gen nim­mt die Thera­pie­dauer eini­ge Wo­chen in An­spruch, wo­bei sich die an­schlies­sen­de Be­hand­lung zur Re­ge­ne­ra­tion in der Re­gel über meh­re­re Mo­na­te er­streckt.

Die Vorteile und Ziele mei­ner Be­hand­lung

Für all meine Behandlun­gen gilt, dass keine syn­the­ti­schen Me­di­ka­men­te ein­ge­setzt wer­den. Jene Prä­pa­ra­te kön­nen zu Funk­tions­stö­run­gen im Kör­per füh­ren und spä­te­re re­zi­dive Er­kran­kun­gen oder Neu­er­kran­kun­gen mit sich brin­gen.

Mein Ziel ist es, die krank­heits­aus­lösen­den Ur­sa­chen kon­se­quent zu eli­mi­nie­ren so­wie:

  • Die immunologischen Fehl­steue­run­gen zu be­sei­ti­gen und die Wie­der­her­stel­lung des phy­sio­lo­gi­schen Im­mun­sys­tems, da­mit die be­trof­fe­nen kör­per­eige­nen Ge­webe­struk­tu­ren nicht mehr be­kämpft wer­den
  • Die Regeneration der Ge­webe­struk­tu­ren im Ma­gen-Darm-Trakt an­zu­re­gen und zu för­dern
  • Körperschonende und gut ver­träg­li­che Be­hand­lun­gen ohne un­an­ge­neh­me Ne­ben­wir­kun­gen durch­zu­füh­ren
Die Erfolge meiner Behandlun­gen sind deut­lich bes­ser, als Sie sich vor­stel­len kön­nen (auch bei Mor­bus Crohn).

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