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Fallbeispiel − Morbus Basedow und Hyper­thy­re­ose

Bild Morbus Basedow

Eine Patientin (47 Jahre) stellte sich mit Mor­bus Base­dow und ei­ner da­mit ver­bun­de­nen Hyper­thy­re­ose (Schild­drü­sen­über­funk­tion) in mei­ner Pra­xis vor. Der Mor­bus Base­dow (auto­immune Schild­drü­sen­er­kran­kung) und die Hyper­thy­re­ose wur­den vor zwei Jah­ren me­di­zi­nisch dia­gnos­ti­ziert. Mit dem ste­ti­gen Fort­schrei­ten der Er­kran­kun­gen, de­ren Fol­gen und der Ein­nahme ei­nes Schild­drü­sen­hor­mon hem­men­den Me­di­ka­men­tes (Thy­reo­sta­ti­ka) fühle sie sich nicht mehr wohl, er­klär­te die Pa­ti­en­tin. Des Wei­te­ren be­rich­te­te sie, dass be­reits meh­re­re Kon­sul­ta­tio­nen bei ver­schie­de­nen The­ra­peu­ten kei­nen Er­folg brach­ten.

Therapie-Erfolg: Vier Wochen nach The­ra­pie­be­ginn be­gann die Pa­ti­en­tin das Me­di­ka­ment lang­sam aus­zu­schlei­chen. Sechs Wo­chen spä­ter hat­te sie das vom Arzt ver­ord­ne­te Me­di­ka­ment ab­ge­setzt. Neun Mo­na­te nach The­ra­pie­be­ginn unter­zog sich die Pa­ti­en­tin ei­ner ein­ge­hen­den me­di­zi­ni­schen Unter­su­chung, die un­auf­fäl­li­ge Werte im Norm­be­reich be­züg­lich Hyper­thy­re­ose (TSH ba­sal, fT3, fT4) er­gab. Zu­dem war der Anti­kör­per­spie­gel un­auf­fäl­lig, nichts deu­tete mehr auf eine Auto­immun­er­kran­kung und Mor­bus Base­dow hin. Die­ses Un­ter­su­chungs­er­geb­nis be­stä­tig­te das Ver­schwin­den der Be­schwer­den wäh­rend der The­ra­pie.