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Fallbeispiel − Idiopa­thi­sche Lun­gen­fi­bro­se und Her­pes-Zos­ter

Bild Lunge Ein Patient (73 Jahre) stellte sich mit ei­ner idio­pa­thi­schen Lun­gen­fi­bro­se und Her­pes-Zos­ter (Gür­tel­rose) in mei­ner Pra­xis vor. Der Pa­ti­ent be­rich­te­te, dass sein Lun­gen­vo­lu­men unter Be­las­tung (Vital­ka­pa­zi­tät) in den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren auf den Wert von 54% ge­sun­ken ist. Zu­dem gab der Pa­ti­ent an, dass er seit meh­re­ren Jah­ren an re­gel­mäs­sig wie­der­keh­ren­dem Her­pes-Zos­ter (Gür­tel­rose) leide.

Therapie-Erfolg: Die Therapie erstreck­te sich über ei­nen Zeit­raum von elf Mo­na­ten, in de­nen zum ei­nen der Her­pes-Zos­ter aus­heil­te und zum an­de­ren das funk­tio­na­le Lun­gen­ge­rüst (Par­en­chym) und Lun­gen­ge­webe (Al­veo­len) re­ge­ne­rier­te.
Vier Monate nach Therapiebe­ginn kam es zum Ab­klin­gen des Her­pes-Zos­ter (Gür­tel­rose), wel­cher an­schliess­end nicht mehr auf­ge­tre­ten ist. Einen Mo­nat spä­ter unter­zog sich der Pa­ti­ent ei­ner Lun­gen­funk­tions­prü­fung. Die durch­ge­führ­te Spiro­me­trie zeigte ein Lun­gen­vo­lu­men (Vital­ka­pa­zi­tät) von 68% an, was ei­ner Vo­lu­men­zu­nah­me von 14% ent­sprach. Wei­tere sechs Mo­nate spä­ter er­gab die­selbe me­di­zi­ni­sche Un­ter­su­chung ein Lun­gen­vo­lu­men von 94% (me­di­zi­nisch sind Werte un­ter­halb von 80% pa­tho­lo­gisch). Die Lun­gen­vo­lu­men­zu­nahme wurde durch bild­ge­ben­de Ver­fah­ren be­stä­tigt. Eine Über­prü­fung der Sauer­stoff­sät­ti­gung des Blu­tes (Puls­oxy­me­trie) be­trug 96% (Werte un­ter­halb von 90% sind pa­tho­lo­gisch).