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Fallbeispiel − Hypothyreose (Schild­drü­sen­unter­funk­tion) und Dia­be­tes

Bild Schilddrüse Ein Patient (58 Jahre) stellte sich mit Hypo­thy­reo­se (Schild­drü­sen­unter­funk­tion) und Dia­be­tes mel­li­tus Typ II (Alters­dia­be­tes) in mei­ner Pra­xis vor. Der Dia­be­tes (Zucker­krank­heit) wurde vor drei Jah­ren und die idio­pa­thi­sche Hypo­thy­reo­se vor vier Jah­ren me­di­zi­nisch dia­gnos­ti­ziert. Mit dem ste­ti­gen Fort­schrei­ten der Er­kran­kun­gen und der im­mer hö­he­ren Do­sie­rung der Me­di­ka­men­te (In­su­lin, L-Thy­ro­xin, Anti­hist­ami­ni­ka, Cor­ti­son und Anti­de­pres­si­va) fühle er sich nicht mehr wohl, er­klär­te der Pa­ti­ent. In den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren habe er un­ge­wollt mehr als 9 kg Kör­per­ge­wicht zu­ge­nom­men. Der Pa­ti­ent be­rich­te­te des Wei­te­ren über star­ke Schwin­del­an­fälle alle paar Tage und hef­ti­ge aller­gi­sche Reak­tio­nen, die sich über meh­re­re Jahr­zeh­nte auf­ge­baut und ver­schlim­mert ha­ben.

Therapie-Erfolg: Die Schwindelan­fäl­le und die hef­ti­gen aller­gi­schen Reak­tio­nen klan­gen wäh­rend der The­ra­pie lang­sam ab und lös­ten sich sie­ben Mo­nate nach The­ra­pie­be­ginn voll­stän­dig auf. Da sich der Pa­ti­ent gut fühlte, be­gann er an­schliess­end alle Me­di­ka­men­te lang­sam aus­zu­schlei­chen. Drei Mo­nate spä­ter hatte er alle vom Arzt ver­schrie­be­nen Me­di­ka­men­te voll­stän­dig ab­ge­setzt. Nach elf Mo­na­ten The­ra­pie unter­zog sich der Pa­ti­ent ei­ner ein­ge­hen­den me­di­zi­ni­schen Unter­su­chung, die un­auf­fäl­li­ge Werte im Norm­be­reich be­züg­lich Hypo­thy­reo­se (TSH ba­sal, fT3, fT4) und Dia­be­tes (Blut­zucker/Glu­ko­se, HbA1c) er­gab.